Passivhausbau

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das "passiv" von der Sonne, von inneren Wärmequellen und von zurück gewonnener Wärme behaglich warm gehalten wird - deshalb benütigt es kein konventionelles Heizsystem mit Heizkörpern in jedem Raum.

Das Passivhaus ist ein konsequent weiterentwickeltes Niedrigenergiehaus, das mit weniger als 1,5 l Heizöl pro Jahr und pro m² beheizter Fläche auskommt. Der Heizwärmebedarf liegt im Passivhaus unter 15 kWh/(m²a) (bezogen auf die Wohnfläche). Diese sensationelle Einsparung erreicht das Passivhaus allein durch seine beiden Grundprinzipien: Wärmeverluste vermeiden und Wärmegewinne optimieren! Das Konzept eines Passivhauses beruht auf einer sehr guten Wärmedämmung, der Vermeidung von Wärmebrücken, der Luftdichtigkeit und der Verwendung von 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung. Notwendig ist die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Die von Zeit zu Zeit noch erforderliche extrem geringe Nacherwärmung wird häufig nur durch die Erwärmung der Zuluft erreicht.

Hierin unterscheidet sich das Passivhaus vom Nullheizernergiehaus. Bei diesem Gebäude darf nach Definition auch am kältesten Tag im Jahr kein Bedarf an Notheizung anfallen. Dies erfordert jedoch einiges an Aufwand, der derzeit wirtschaftlich noch nicht zu vertreten ist.

Die erhöhten Baukosten eines Passivhauses von ca. 15% über dem heutigen Standardbau werden durch die geringen Zinssätze bei der Förderung von KFW Effizienzhäusern und die Heizenergieeinsparung bei hohen Rohstoffpreisen ausgeglichen.-